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Unnötige Operationen

Unnötige Operationen

In Zeiten der Berichterstattung in den Medien über sogenannte „unnötige Operationen“ breitet sich in der Bevölkerung diesbezüglich zunehmende Skepsis und Unsicherheit aus.
Ist diese Skepsis berechtigt? Ich meine ja. Aber aus meiner Sicht ist es nicht nur der zunehmende ökonomische Druck im Gesundheitswesen, der Akteure dazu veranlasst, lukrative Operationen anzubieten. Es ist auch die zunehmende Spezialisierung der Ärzte, die dazu führt, nur noch das eigene, teilweise sehr eingeschränkte Therapiespektrum im Blick zu haben. „Wenn Dein einziges Werkzeug ein Hammer ist, wirst Du jedes Problem als Nagel betrachten“ (Mark Twain) beschreibt bildlich diese Neigung.
Auch von Patienten wird Druck aufgebaut. Eine Erwartung, die ich häufiger wahrnehme, ist die, Schäden am Bewegungsapparat gleichsam wie in einer Autowerkstatt reparieren zu lassen, sich „ein Ersatzteil“ einbauen zu lassen. Und dies möglichst schnell, ohne Komplikationen, damit wieder alles „funktioniert“.
Aber: Der menschliche Körper ist eben kein aus verschiedenen Teilen zusammengesetzter Apparat. Wir bestehen aus lebendem Gewebe, das zum größten Teil auf eine ausreichende Blutversorgung angewiesen ist, es gibt unzählige Wechselwirkungen zwischen einzelnen Gewebegruppen und nicht zuletzt auch Wechselwirkungen zwischen dem, was wir „Psyche“ nennen und unserem Körper.

Was also tun als Patient, wenn unerträgliche Beschwerden im Gelenk bestehen und eine Operation schnelle Besserung verspricht?
Und Sie Antworten haben wollen auf Fragen wie:

  • Gibt es keine andere Möglichkeit für mich als eine OP?
  • Bringt die  geplante OP wirklich das, was mir versprochen wird?
  • Wie hoch sind die Risiken?
  • Wird mir unabhängig von fremden Interessen eine Operation angeboten, geht´s wirklich nur um mich?

Kurz gesagt: Antworten, die Ihnen größtmögliche Sicherheit bei Ihrer Entscheidung hinsichtlich einer Operation geben und ein gutes Gefühl.

One Response to Unnötige Operationen

  1. Ich bin selbst Physiotherapeutin und unterstütze diese Aussagen zu 100%! Man muss nicht immer gleich operieren…!
    Ich war 2010 bei Herrn Dr.Steingässer in Behandlung. Mir ist das hintere Kreuzband angerissen. Herr Dr.Steingässer untersuchte gründlich ( ist heutzutage in manchen Praxen leider nur selten der Fall)! Ich glaube jeder 2. Arzt hätte operiert. Er war super offen, authentisch und besprach mit mir alle Wege.
    Wir haben uns gemeinsam für die konservative Variante entschieden. Und siehe da, auch das angerissen Band hat noch einige Jahre Handball gespielt. Bis jetzt keine Probleme.
    Aber falls es zu Abnutzungen und Problemen kommt, werde ich den weg in seine Praxis suchen. Ich schicke gerne und ruhigen Gewissens Patienten zu ihm. Und selbst wenn es zu Op’s kam, ich hatte bisher noch nie ein problematisches Vorderes Kreuzband von ihm auf der Liege ;)! Danke

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